Thomas Joch

       
 


Marcel Kujat


Olaf Brenn


Carlo Jobst


Iris Oblonczek

   

Marcel Kujat [03.11.1972]

Um es gleich vorweg zu nehmen, Marcel (Bild in typischer Haltung) wollte noch nie Feuerwehrmann werden, obwohl er in früher Kindheit den Hausfeuerlöscher aus kindlichem Tatendrang nur kurz mal eben testen wollte. Dabei beachtete er nicht, dass einmal betätigt der große rote Flüssigkeitsspender nicht mehr aufhörte, sich zu verflüssigen, bis alle Atome innerhalb der Flasche ihre Freiheit wieder erlangten. Die Wohnstube der Kujat's ist dann nach ein paar Tagen wieder trocken geworden.

Der gebbürtige Schleizer zog samt seinem Eltern 1976 nach Jena um, wo er sich aktiv Wissen in der Adolf-Reichwein-Schule aneignete (Infos zu Adolf Reichwein) Interessant ist, dass der Platz vor der Schule früher den Namen eines Österreichers trug, der in der Zeit von 1931 -45 die Deutschen zu manchen aus heutiger Sicht unvorstellbaren Taten befähigte. Unbeeindruckt von dem Gegensatz von Nationalsozialismus und dessen Widersacher in Form des Pädagogen Reichwein, schließt Marcel die Schule erfolgreich ab und entscheidet, sich getragen von der Leidenschaft zu allem was mit kleinen Stromtierchen zu tun hat - für eine Lehre als Elektronikfacharbeiter mit Abitur im nahegelegenen Göschwitz. Für alle Zugereisten sei erklärt, Facharbeiter konnte man in der DDR auch in Kombination mit dem Abitur werden. Für die Dauer von 3 Jahren wurde Abitur- und Berufswissen vermittelt - eine Kombination, wie sie jetzt wieder im Kommen ist.

Im Anschluss entschloss er sich, seinen Zivildienst in den Dornburger Schlössern abzuleisten. Dort lernte er sehr schnell, was es heißt, zum Rasenmähen mehr als eine Woche betätigen zu müssen. Auch tapezieren und abhängen zählten zu seinem Aufgaben, die er stets zur vollsten Zufriedenheit seiner nicht existenten Aufseher erfüllte. Immerhin hat er Skat spielen gelernt.

Genervt von der 15-monatigen Pause fühlte er sich zu Höherem berufen und schaute sich nach einer etwas anspruchsvolleren und intellektuellen Herausforderung um. Ilmenau sollte es sein - Studiengang - wie sollte es anders sein: Wirtschaftinformatik. Uni im Grünen - das kannte es ja schon vom Rasen mähen. Übringens wäre spannend zu erwähnen, das Olaf und Marcel ca. 10 Meter im Wohnheim auseinander wohnten und sich trotz dem erst später kennerlernten.

Doch ein wichtiges Detail sollte vorab noch erwähnt werden - der erste Computer. Ein Atari 800 xe schaffte er sich 1989 an. Seither kommt er von der Droge nicht mehr los. Nur für die weitere Entwicklung sei erwähnt, das gute Stück hatte 1,79 MHz Taktfrequenz und keinen Internetanschluss (für alle analogen Leser sei erwähnt, das ist weniger als wenig, vergleichbar mit einem Auto ohne Lenkrad und Motor).

Marcel hatte sich schon früh der Computer- und Netzwerkliebe verschrieben. Durch die Verkabelung der Wohnheime in Ilmenau hatte er Zugriff auf große Datenquellen und man beachte (!!) auch auf das Internet, was in sehr bald faszinierte. Man teilte sich damals eine Anbindung von 33,6 Kbit unter 80 Leuten auf (Anmerkung: was damals so alles ging!!!!!).

Unvergessen sind die Ilmenauer Nächte Donnerstag im Club I. Alle Ilmenauer Stundenten werden wissen, wovon wir reden. Eistee - gut für drei Sachen, schnell und schmerzlos betrunken werden, um an die wenigen Frauen ungehemmt ranzukommen, um Gehirnzellen zu töten und um am nächsten Morgen der Pharmaindustrie mit Absatz bei Aspirin zu Millionen-Umsätzen zu verhelfen. Ja der Eistee: eine kurze Einführung: man nehme etwas Bacardi, Tequila, Wodka und Korn - von allem reichlich, fülle alles in ein Weizenglas (0,5 Liter) und stelle sicher, dass die Farbe von der zugesetzten Cola bis zum Rand reicht. Man munkelt, er habe 5 der "Cocktails" geschafft, bevor er leicht desorientiert den ungeplanten Rückzug antrat. Zum Glück war der Weg zum Wohnheim I nur ca. 100 Meter und sein Zimmergenosse (Hendrik Merkel) schlief günstigerweise immer wie ein Murmeltier.

Dann ging alles sehr fix, er lernte Olaf ca. 1995 kennen, Praktikum bei Zeiss in Jena, Abschluss des Studiums mit dem Prädikat gut - mehr war bei dem Cocktailkonsum leider nicht drin. Bei Zeiss schrieb er auch sein Diplom um etwas später als Cooperate Internet Webmaster anzufangen und bis heute sehr erfolgreich zu sein.

Sein Job bei Zeiss erfordert eine rege Reisetätigkeit. Es ist somit nicht verwunderlich, dass er bereits viele Länder und Städte gesehen hat. Die Palette reicht von New York, S.F., über Brasilien, Oslo, London und Hong Kong bis hin zu Japan und ... Jena. Privatmeilensammler bei der Lufthansa ist sein zweiter Spitzname.

Fernab der beruflichen Karrieren erinnern wir uns gern an gemeinsame Silvester, grandiose Bikeurlaube am Gardasee, wo wir Marcel als Kämpfer kennenlernten. Am Gardasee entstand auch seine große Liebe zum italienischem Essen, vor allem zu einer speziellen Dipp-Sose, Salsa dell Orso genannt (Bild). (Nähe Auskünfte bitte direkt bei Marcel einholen). Unvergessen ist der Urlaub in Irland mit Olaf, wo er bei Guinness, Fish & Chips, und grandiosen Landschaften eine tolle Zeit hatte.

Auch sonst kein Kind von Traurigkeit, hatte doch der 17.08.2000 einen starken Einfluss auf ihn. Alex trat in sein Leben - eine Datum mit wegweisender Bedeutung (Bild).

Musik beginnt bei Marcel erst bei 120 BPM (Beats per Minute). Immer ein Liebhaber der elektronischen Tanzmusik, verschreib er sich schon früh seinen eigenen Göttern wie Dj Dag, Ulli Brenner und natürlich Sven Väth. Er betete oft und lange. Keine HR3 Clubnight, die er nicht - unterbrochen von meist unpassenden Verkehrsmeldungen - mitgeschnitten hätte. Ob SonneMondSterne an der Bleichlochtalsperre, über weitere Sven Väth Happenings bis hin zu exzessiven Partys in seiner Wohnung in der Karl Liebknecht Strasse in Jena (direkt über einem Etablisiment mit direkten körperlichen Beziehungen) - überall fröhnte er dem Techno/House/Trance Kick.

Heute ist Marcel bei einer Prozessortaktfrequenz von 2 GHZ angekommen. Ein breitbandiger Internetanschluss sowie angepasste Hardware und eine Masse an Arbeitsspeicher lassen sogar den Einsatz eines elektronische Haustieres zu, welchem er laufend und gern Futter gibt. Viel Spass hat er mit ihm so über die Jahre sammeln können. Seit geraumer Zeit ist er Modellbahnfreak. Fragt uns bitte nicht wieso. Er findet es gut...

Marcel hat sich die Party ebenso wie alle anderen redlich verdient.

Sein Detail zur Party: Die zwingende Kleiderordnung heißt: Mittelalter.

Besorgt Euch was passendes zum Anziehen. Für alle ohne Outfit, lassen wir uns etwas tolles einfallen. Denkt bitte daran, wir sind dahingehend sehr kreativ!

Von jetzt ab gibt es laufend Ideen und Vorschläge für Kostüme.

Der Text wurde unterstützt durch eine trockene Spätlese von der Mosel und Musik von St. Germain.

...

 

Links:

Neues und Sonstiges

Forum

www.netlifecrisis.de

Eure Nachricht an uns

150 Jahre wir - ein Grund zum feiern? Wir denken ja und laden Euch alle ein.